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Montag, 14. Dezember 2009 um 14:15 Uhr

Internetapotheken


Die Medikamenten-Mafia

1. März 2011 - Aspirin, Hustensaft und Diabetesmedikament per Mausklick? Kein Problem dank Internetapotheken. Doch neben den vielen seriösen Anbietern drängen immer mehr
kriminelle Händler auf den Markt. Das Bundeskriminalamt spricht bereits von organisierter Kriminalität.

Dr. Mona Tawab vom Zentrallaboratorium Deutscher Apotheker (ZL) hat nichts gegen Internetapotheken. Riesen wie DocMorris, Mycare oder Apotheke.de, aber auch der Großteil der kleinen Anbieter - zum Beispiel Apotheken, die ihre Medikamente zusätzlich zum Tresen über eine Webseite verkaufen - seien unter rechtlichen Gesichtspunkten unbedenklich. "Eine in Deutschland zugelassene Internetapotheke ist genau so seriös wie die Apotheke vor Ort", so die Assistentin der wissenschaftlichen ZL-Leitung.
Ein großes Problem hingegen: die steigende Zahl von Versandapotheken, die als Plattformen für den illegalen Medikamentenhandel dienen. Dazu zählt der Handel mit gefälschten Medikamenten und der Verkauf verschreibungspflichtiger Präparate ohne Vorlage eines Rezepts.

Anlässlich einer internationalen Aktionswoche gegen den Onlinehandel mit gefälschten und nicht zugelassenen Arzneimitteln im Oktober 2010 identifizierte das BKA 100 kriminelle Internetseiten. Nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation WHO ist über die Hälfte der auf illegalen Seiten verkauften Arzneimittel gefälscht. Wie gefährlich die Verstöße gegen
das Arzneimittelgesetz sein können, hat auch das ZL vor kurzem bei Testkäufen auf dem Portal Goldpharma.com festgestellt.

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Susanne Theisen
Freie Journalistin in Köln
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Zahnärztliche Mitteilungen Nr. 05 vom 01.03.2011